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Ein offenes Ohr

Ältere Menschen

Menschen in besonderen Lebenslagen

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Ältere Menschen

Der dritte Lebensabschnitt

Unsere Zeitungen sind voll davon, kaum eine Nachrichtensendung lässt es unerwähnt: der Anteil der älteren Menschen in unserer Gesellschaft nimmt kontinuierlich zu. Wer Fremdwörter mag, spricht vom »demografischen Wandel«.

Wie schwer sich unsere Gesellschaft tut, mit dieser Tatsache auf natürliche Weise umzugehen, lässt sich schon daran ablesen, dass wir kein richtiges Wort haben. Wer ist schon gern »alt«? Auch wenn sich der Begriff „Senioren“ eingebürgert hat, mag man dieses Wort nicht gern hören - schon gar nicht, - das haben mir ältere Menschen gesagt -, wenn von einem selbst die Rede ist.

Mit dem »dritten Alter« beginnt für manche erst das Leben...

Unsere französischen Nachbarn haben eine liebenswürdige Bezeichnung gefunden. Sie reden von Menschen im »troisième age«, im »dritten Alter«, im dritten Lebensabschnitt. Für viele beginnt diese Phase nicht erst im Alter von 65 Jahren - oft früher, vielleicht mit 60, gar nicht so selten sogar schon eher. Diese Menschen sind oft mobil und fühlen sich noch gar nicht „alt“.

Aus dieser Beschreibung kann man Verpflichtungen für eine gelungene kommunale Politik für ältere Menschen ableiten.

Kommunalpolitik für Menschen im dritten Lebensabschnitt

Ältere Menschen sollen sich in der Gemeinde wohl fühlen. Die Politik trägt wesentlich dazu bei - ein Bürgermeister hat die Verpflichtung, im Zusammenwirken mit Rat und Verwaltung genau dafür zu sorgen, dass sich ältere Menschen wohl fühlen können. Das gilt sowohl für die „jungen Alten“, als auch für jene, die nicht mehr so beweglich sind und ein gutes Umfeld brauchen.

Wie kann das gemacht werden?

Menschen im AlterBürgernahe Verwaltung: Die Gemeindeverwaltung darf auch mal zu den Bürgern gehen. Regelmäßige Sprechstunden in allen Ortsteilen und Beratungspunkte für Bürger, an denen sich eben gerade auch ältere Menschen informieren können, wo man sich aber auch mal um die Verlängerung eines Personalausweises kümmert.

Versorgung: Viele Wege sind für ältere Menschen zu lang. Da muss man helfen! „Lebens-Mittel-Punkte“ für den kleinen Einkauf, für eine Tasse Kaffee und für einen anregenden Schwatz mit anderen.

Bildung und Kultur: Weder das Recht auf Bildung und Kultur noch das Bedürfnis, diese Angebote wahrzunehmen, lassen im Alter nach. Es gilt, das Angebot so zu gestalten, dass es von älteren Menschen gern in Anspruch genommen wird und so die Qualität des täglichen Lebens erhöht.

Aktive Beteiligung an der Kommunalpolitik: Mit älteren Menschen reden heißt von ihnen lernen. Deshalb muss das Wort der Älteren in der Kommunalpolitik ernst genommen werden.

Meine wichtigste Grundüberzeugung

Nicht trennen, sondern zusammen führen! Wo immer es geht, müssen sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene in ihren verschiedenen Lebensphasen, ältere Menschen und auch ganz alte Menschen zum Dialog und zum gemeinsamen Handeln finden. Das können gemeinsame Aktionen zum Naturschutz sein, Gesprächskreise über die Generationen hinweg, ein gemeinsames Konzert von Kinderchor und Männerchor, und - und - und.

Brücken bauen zwischen den Generationen

Das Ziel lautet: Schranken abbauen und so den Menschen in den verschiedenen Lebensphasen die Teilnahme am sozialen, politischen und kulturellen Leben in der Gemeinde ermöglichen.

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